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News DetailsMonday 14. November 23:08 Uhr
Kantersieg der ersten Mannschaft gegen Marathon Krefeld Kategorie: Erste Mannschaft
SC Rhenania Hinsbeck I - Marathon Krefeld 9:2 (3:1)
Die Vorzeichen des zweiten Auswärtsspiels in Folge, diesmal gegen Marathon Krefeld, ähnelten denen der Vorwoche gegen die Zweitvertretung des Dülkener FC. Die Gastgeber des aktuellen Spieltags konnten im zurückliegenden Spiel ebenfalls ihren ersten Saisonsieg einfahren. Somit war zu erwarten, dass diese mit dem notwendigen Engagement auftreten und das Ziel verfolgen, die nächsten drei Punkte zu ergattern. Im Vorfeld des Spiels wurde der Mannschaft vorgegeben, vor diesem Hintergrund von Anfang an mit der notwendigen Aggressivität und aus einer sicheren Abwehr heraus zu Werke zu gehen. Den besseren Start hatte allerdings der Gastgeber aus Krefeld. Bereits in der zweiten Spielminute konnte dieser den Führungstreffer erzielen. Ein Abwehrspieler schaltete sich auf der rechten Seite in den Angriff ein, während sowohl die Offensivabteilung als auch das Mittelfeld scheinbar noch nicht im Spiel waren und keine Gegenwehr boten. Der Ball wurde bis zur Strafraumgrenze getrieben und dort mit einem einfachen Doppelpass die Abwehr ausgehebelt. In der sich daraus ergebenden 1gegen1-Situation mit dem Torhüter behielt der gegnerische Spieler die Nerven und schoss den Ball aus halbrechter Position in die lange Ecke.
Daraufhin versuchten die Krefelder nachzulegen, doch Torhüter Jens Hantel sowie die Innenverteidigung hielten dem kurzfristig aufkommenden Druck stand. Im Verlauf der folgenden Minuten konnten sich die Rhenanen durch direktes Passspiel und besseres Zweikampfverhalten aus dieser Situation befreien. Nach und nach wurden die Gäste überlegener und erarbeiteten sich mehrere Gelegenheiten den Ausgleich zu erzielen. Diese blieben, wie auch schon in den letzten Partien, vorerst ungenutzt.
In der zwölften Spielminute entstand aufgrund eines Missverständnisses zwischen zwei gegnerischen Spielern die nächste Möglichkeit für Hinsbeck. Benjamin Litzenberger schnappte sich an der Mittellinie den Ball und schickte Ansgar Haase, der sich im Rücken der Verteidiger gelöst hatte, mit einem Steilpass in Richtung Tor. Beim Abschluss auf Höhe der Strafraumgrenze konnte der Torhüter den Ball noch minimal ablenken, wodurch dieser in Richtung des Tores trudelte. Der nachsetzende Verteidiger konnte den Ball allerdings erst auf der eigenen Torlinie erreichen und konnte so nicht mehr entscheidend eingreifen. 1:1 durch Ansgar Haase, der Ausgleich war geschafft und in der Folge konnten die Gäste besonnener agieren und die eigenen Vorteile mit der notwendigen Ruhe ausspielen.
Bis zur 32. Spielminute mussten die mitgereisten Zuschauer jedoch warten, ehe Christian Pazzini mit einem Traumtor die erstmalige Führung für die Gäste erzielte. Zuerst schickte er Christian Kleinings auf der linken Spielfeldhälfte steil. Allerdings war der Pass zu steil angelegt und der herausstürmende Torhüter erreichte den Ball zuerst. Christian Kleinings konnte den folgenden Versuch, mit einem langen Ball zu klären, entscheidend stören, wodurch der Ball genau auf Christian Pazzini zuflog. Aus etwa 35 Metern nahm dieser den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß volley und platzierte ihn mit leichtem Linksdrall, über die Abwehrreihe hinweg, in die rechte Torecke. In dieser Phase ein wichtiger Treffer, da Hinsbeck zwar überlegen agierte und die besseren Torchancen hatte, der Gastgeber jedoch, vor allem durch Flanken und Freistösse aus dem Halbfeld, immer wieder das Gästetor bedrängte.
Knappe 10 Minuten nah dem Führungstreffer konnte Christian Pazzini das Ergebnis auf 3:1 erhöhen. Nach einem Eckball von der linken Seite konnte Frank Hegger sein Kopfballduell gewinnen. Da der gegnerische Spieler die Flugrichtung noch leicht veränderte, landete der Ball links neben dem Tor. Dort nahm Benjamin Litzenberger den Ball an, legte ihn für Christian Pazzini ab und dessen Schuss aus fünf Metern konnte ein gegnerischer Spieler beim Abwehrversuch nur noch ins eigene Tor abfälschen. Mit einer letztlich klaren Führung, nach einem wiederholt schwachen Start, ging es dann in die Halbzeit.
Nach dem Wideranpfiff war zu erkennen, dass der Gastgeber noch einmal sein Möglichstes tun würde um das Spiel zu drehen. Hinsbeck stand in der Defensive hervorragend organisiert, wodurch bei Krefelder Ballverlusten immer wieder schnelle Konter gestartet wurden. Einer dieser Konter endete in einem Einwurf für Hinsbeck auf der linken Seite. Der Ball wurde nach dem Einwurf auf Etienne Spee abgelegt, von diesem scharf in die Mitte zu Ansgar Haase gespielt und direkt auf Christian Kleinings abgelegt. Dessen Schuss aus etwa 16 Metern in die kurze Ecke war für den Torhüter unhaltbar. Somit stand es nach 53 Minuten 4:1 für Hinsbeck.
In der 58. Spielminute folgte ein dreifacher Wechsel. Für Etienne Spee, Felix Eckert und Christian Pazzini kamen Ahmet Kazmaci, Christian Dröttboom und Jan van de Ven ins Spiel. Kurz nach dem Dreifachwechsel (60. Minute) bekam Hinsbeck einen Eckball von der linken Seite zugesprochen. Ansgar Haase spielte den Ball druckvoll und mit viel Effet in den Fünfmeterraum. Benjamin Litzenberger löste sich von seinem Gegenspieler und platzierte den Kopfball zum 5:1 an den rechten Innenpfosten, von wo aus er ins Tor sprang. Zwölf Minuten später wurde wiederum ein abgefangener Ball schnell nach vorne gespielt. Dieses Mal über die rechte Seite zu Ahmet Kazmaci. Christian Dröttboom hinterlief den Ballführenden, wodurch die Aufmerksamkeit der beiden Verteidiger auf ihn gelenkt wurde. Die kurze Ablenkung nutzte der eingewechselte Stürmer, zog mit dem Ball in die Mitte und erzielte mit einem Gewaltschuss in den linken Torwinkel das 6:1 (72. Minute).
Danach war das Spiel weitestgehend gelaufen. Marathon Krefeld versuchte zwar weiterhin zu einem zweiten Torerfolg zu kommen, war aus diesem Grund in der Defensive aber noch anfälliger. Dies resultierte in der 80. Spielminute im siebten Gegentor des Tages. Erneut wurde ein Angriff der Gastgeber abgefangen und der Ball nach vorne getrieben. Die Offensivkräfte machten auf der linken Seite Platz und zogen die Abwehrspieler in die Spielfeldmitte. Dadurch konnte Christian Kleinings auf der linken Seite völlig freistehend angespielt werden. Seine Flanke auf Höhe der Strafraumgrenze erreichte in der Mitte Benjamin Litzenberger, der den Kopfball aus 15 Metern gegen die Querlatte setzte. Von dort aus sprang der Ball zurück ins Spielfeld. Den Nachschuss aus etwa 10 Metern konnte er dann allerdings im Tor unterbringen.
Das 8:1 folgte nur drei Minuten später. Diesmal konnte Ansgar Haase den Ball noch in der gegnerischen Hälfte erobern und kurz vor der Strafraumgrenzen nach links auf Benjamin Litzenberger passen. Ansgar Haase kreuzte den Laufweg des Stürmers und bekam den Ball in die Tiefe gespielt, nahm ihn innerhalb des Strafraums auf und legte in die Mitte ab, wo Benjamin Litzenberger den Ball nur noch einschieben musste. 5 Minuten vor dem Spielende konnte Hinsbeck sogar auf 9:1 erhöhen. Nachdem ein erster Angriffsversuch über die rechte Seite zuerst abgefangen wurde konnte Christian Kleinings den Ball zusammen mit Frank Hegger zurück erobern, in die Mitte ziehen und kurz für Christian Kleinings auflegen. Dieser nahm den Ball direkt mit rechts und überraschte den Torhüter auf dem falschen Fuß, da er mit einem Schuss von Christian Dröttboom rechnen musste. In der 87. Minute wurde ein Fehlpass nach der Balleroberung in der eignen Hälfte zum Boomerang und bescherte der gegnerischen Offensivabteilung noch den zweiten Treffer des Tages.
Der Sieg war grundsätzlich und letzten Endes auch in der Höhe verdient, die beiden Gegentore wären jedoch nicht nötig gewesen. Vielleicht schafft die Mannschaft in den verbleibenden zwei Spielen der Hinrunde und den ersten beiden der Rückrunde die Besinnung auf die Stärken in der Defensive und macht sich das Leben nicht selber schwer. Wichtig ist es, die notwendigen Punkte gegen den Abstieg frühzeitig zu sammeln, obwohl eine Orientierung an den vorderen Plätzen auch noch nie geschadet hat. Außer vielleicht man erklärt sich selbst zum absoluten Aufstiegsfavoriten.
Den Sieg und die gute Stimmung rundete abschließend noch eine bis dato einmalige Anschuldigung ab. Es wurde direkt nach dem Spiel behauptet, dass der Spieler Benjamin Litzenberger eben nicht der „echte“ Benjamin Litzenberger sei, denn das Passfoto entspräche nicht der Realität (OK - jetzt muss ich eben gestehen, dass ich maximal 1-2 Kilo zugenommen habe). Der Schiedsrichter wurde aufgefordert den Zustand zu überprüfen, aber seine Aussage dies nicht zu dürfen brachte wohl nur ihm Ruhe. Netterweise habe ich dann, obwohl nicht notwendig, meinen Personalausweis geholt und vorgezeigt (Ausstellungsdatum 16.08.2005). Die Diskussion konnte aber auch das nicht beenden, da daraufhin behauptet wurde auch diese Bild sähe mir nicht ähnlich.
Ein wirklich absurder Vorwurf, den allerdings nur ein einzelner Krefelder erhob. Sogar die eigenen Spieler konnten seine Meinung nicht teilen und ihn kaum davon abbringen dies langwierig diskutieren zu wollen. Ziemlich witzig, vor allem da angedroht wurde, wegen „hämischen Lachens“ einen Sonderbericht zu schreiben. Aber wer will es uns den verweigern zu lachen, wenn nach dem Spiel etwas derart lustiges geschieht. Am Tag danach auch noch ein amüsanter Spielbericht in der Rheinischen Post, denn Björn Minkner und „tatsächlich“ nicht Benjamin Litzenberger spielte die Partie in Krefeld und kam zum Torerfolg. Ich hoffe nur, der wehrte Herr aus Krefeld kriegt diese Ausgabe nicht zu lesen, denn dann nimmt die Geschichte wohl in absehbarer Zeit kein Ende.
O-Ton Helmut Mertens: Anscheinend brauchen wir immer ein Gegentor, um wach zu werden und ins Spiel zu finden. Letzten Endes ein klarer Sieg über einen Gegner, der sich in der zweiten Halbzeit aufgegeben hat. Wären die Torchancen besser genutzt worden, hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können.
Tore: 0:1 (Ruhland) - 1:1 (Haase) - 1:2 (Pazzini) - 1:3 (Pazzini) - 1:4 (Kleinings) - 1:5 (Litzenberger) - 1:6 ( Kazmaci) - 1:7 (Litzenberger) - 1:8 (Litzenberger) - 1:9 (Kleinings) - 2:9 (Kirchkamp)
Mannschaftsaufstellung: Hantel - Kochs, Hegger F., Hegger M. - Eckert (Dröttboom), Kieselmann, Pazzini (van de Ven), Haase, Kleinings - Spee (Kazmaci), Litzenberger |
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